Herzlich willkommen bei der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster

Im folgenden geben wir einen Einblick in die vielfältige ehrenamtliche Arbeit der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster. 


 

Thomas` Energiesnacks zum Radlerstart

 

Kreisverkehrswächter als Begleiter bei der ersten zweitägigen RadKulTour von der Kreis- in die Sängerstadt dabei/Unser Verein begleitet mit drei Mitgliedern

 

 Herzberg/Finsterwalde (dbe). Das schon mal vorneweg: Die erste RadKulTour 2019 war ein voller Erfolg – trotz des miserablen Radlerwetters am ersten Tag. Als es von Herzberg aus in Richtung Doberlug ging, waren bei den meisten der etwa 40 Teilnehmer im Werenzhainer Atelierhof zumindest die Schuhe und Socken nass. Nebenbei gesagt: Der Regen war nach dem Hitzesommer 2018 und dem trockenen Frühjahr 2019 goldwert – aber bei der ersten zweitägigen Radtour durch den Elbe-Elster-Kreis hätte man sich lieber  gewünscht, dass Klärchen mitfährt.

 

Doch auch die drei Mitglieder der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster hatten sich vom Wetterbericht am Vortag nicht abschrecken lassen. Schließlich hatte unser Verein in den Vorbereitungsrunden zugesagt, bei der 1. RadKulTour als Begleiter zu helfen, damit die Fahrt für alle zu einem Erlebnis wird. Als zwei Verkehrswächter krankheitshalber ihre Teilnahme kurzfristig absagen mussten, sprang eine Frau, erst seit kurzem Mitglied in unserem Verein, schnell ein. So fuhren Andrea und Dieter im Pulk mit – besser gesagt meist am Ende, damit auch der letzte Fahrer nicht alleine radeln musste. Für Hans-Joachim Riedel war das überhaupt die erste Teilnahme bei einer Gemeinschaftsfahrt. Der 59-jährige Herzberger musste schon tüchtig strampeln, damit er mit seinem alten Diamant-Fahrrad, das so alt ist wie er selbst und die Gangschaltung nicht richtig funktionierte, den Anschluss nicht verpasst.  Immer vorneweg war dagegen Werner Thiemig aus Crinitz. Der 83-Jährige ist noch immer fit wie ein Turnschuh, lässt kaum eine organisierte Radfahrt aus, ist sogar Stammgast bei der Tour de Prignitz, der größten Radveranstaltung in Brandenburg. Für Werner Thiemig war die über 80 Kilometer lange Elbe-Elster-Route, verteilt auf zwei Tage, eher was zum Warmmachen.  Schade nur: Als wir Verkehrswächter die Radler aus Berlin auf dem Herzberger Bahnhof begrüßen und bis zur Startlinie auf dem  Marktplatz begleiten wollten – stieg leider niemand aus dem 9-Uhr-Zug aus.

 

 Thomas brachte unsere beiden Mitglieder von Finsterwalde mit einem unserer Transporter nach Herzberg zum Start, holte sie am späten Nachmittag am Ziel des ersten Etappenorts Doberlug wieder ab und brachte sie Sonntagfrüh zum Beginn der zweiten Tagesetappe wieder dorthin. Beim Start in Herzberg verteilte Thomas auf dem Markt etliche Energiesnacks, die von den Teilnehmern gern angenommen wurden – schließlich lagen 48 Strampel-Kilometer vor uns. Ansonsten hielt sich Thomas zwei Tage lang mit dem Auto im Hintergrund auf – immer auf Abruf, falls bei einer Panne Hilfe und ein Transportmittel gebraucht wurde.

 

Doch während es dazu nicht kam, war schon wenige Kilometer hinter Herzberg die Hilfe der mitradelnden Verkehrswächter gefragt: Ein Radler wollte den Sattel vom Leihfahrrad verstellen, hatte aber keinen passenden Schraubenschlüssel bei sich.  Wir konnten problemlos helfen.

 

Selbst ist der Mann – so hieß es auch bei der zweiten Tagesetappe am Sonntag am Fuße des Liegenden Eiffelturms, als ein Fahrrad „einen Platten“ hatte. Der Ehemann der Radfahrerin war auf solch einen Fall gut vorbereitet, mit Reparaturschaum, der schnellen Pannenhilfe, konnte das Loch im Reifen fix gestopft werden und die Fahrt ging nach wenigen Minuten weiter.

 

Einen großen Schreck bekamen alle Radler, als kurz vor Werenzhain eine Frau mit ihrem Fahrrad stürzte. Jemand vor ihr soll plötzlich gebremst haben, worauf sie auffuhr und zu Fall kam.  Doch statt Panik lief die Hilfe professionell ab. Die Extremradler vom Märkischen Kreis, die demnächst am härtesten Radrennen der Welt in den USA teilnehmen, denen solche Situationen offensichtlich nicht fremd sind, leisteten Erste Hilfe, hatten schnell Verbandszeug bei der Hand und versorgten die blutende Frau – bis schon nach wenigen Minuten der Krankenwagen kam. Nachdem die Platzwunde am Kopf im Krankenhaus behandelt wurde, konnte die Finsterwalderin die Radfahrt zwar nicht fortsetzen, aber wieder nach Hause.

 

 Ansonsten klappte die Radtour, von Landkreis und Tourismusverband bestens und stabsmäßig organisiert, wie am Schnürchen. Dazu gehört auch eine nette Geste zum Muttertag: Alle mitradelnden Frauen bekamen ein Blümchen überreicht. Und viele Partner trugen zum Gelingen bei: Genannt seien hier nur der Schliebener Frauenchor, der auf dem Drandorfhof beim „Ja wir sind mit dem Radl da“ zum Mitsingen einlud, oder die Finsterwalder Sänger, die bei der Zieleinfahrt in Finsterwalde das Sängerlied anstimmten. Auch die Frauen vom Werenzhainer Atelierhof hatten die Ankunft der Radler bestens vorbereitet, die sich hier bei Kaffee und Kuchen stärken, am Ofen aufwärmen und die Kunstwerke bewundern konnten. Auch Hans-Joachim Riedel war begeistert – für den Herzberger steht fest: „Nächstes Jahr fahre ich bei der 2. RadKulTour wieder mit.“  Und vielleicht ist dann auch Klärchen dabei. 

 


 

Kreisverkehrswacht jetzt auf acht Rädern unterwegs

 

Am Vorabend des 1. Mai 2019 hat die Kreisverkehrswacht Elbe-Elster auf dem Hof des Vereinssitzes an der Kreismusikschule in Finsterwalde ein neues Auto geschenkt und übergeben bekommen. Der Transporter wird ausschließlich für unser neues Kita-Projekt eingesetzt, das die beiden Verkehrswächter Thomas Nissen und Holmar Zeisbrich in vorbildlicher Weise betreuen. Rainer Genilke, Präsident der Landesverkehrswacht Brandenburg (2.v.l.), und Thomas Hettwer, Vorsitzender der Stiftung der Sparkasse Elbe-Elster (4.v.r.), haben das Geschenk an den Verein übergeben. Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe, Schirmherr der Kreisverkehrwacht Elbe-Elster (3.v.r.), hat bei der Übergabe erneut das neue Kita-Projekt, mit dem ALLE Schulanfänger in ALLEN Kitas des Landkreises mit einer speziellen Verkehrserziehung erreicht werden sollen, ausdrücklich gewürdigt.  Die Kreisverkehrswacht Elbe-Elster ist damit im Besitz von zwei Fahrzeugen, um so noch mobiler zu sein und die Vielzahl der Landes- und Bundesprojekte zur Verkehrserziehung vom Kind bis zum Senior, vom Fußgänger, dem Radfahrer und Autofahrer noch besser betreuen zu können.

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Verkehrswächter laden 2019 zum Radeln ein:  Kreisverkehrswacht begleitet erste Zwei-Tages-Tour von Herzberg nach Finsterwalde

 

Finsterwalde/Doberlug-Kirchhain. Sicher mit der Kreisverkehrswacht radeln! Wir laden auch in diesem Jahr wieder zu interessanten Radtouren ein.  Die erste Veranstaltung ist gleich ein Paukenschlag. Erstmals veranstaltet der kreisliche Tourismusverband am 11. und 12. Mai zu einer Zwei-Tages-Fahrt durch den Elbe-Elster-Kreis ein. Unter dem Motto „Elbe-Elster RadKultTour 2019“ geht es am ersten Tag von der Kreisstadt Herzberg bis nach Doberlug-Kirchhain, am zweiten Tag wird das Besucherbergwerk in Lichterfeld angesteuert. Ziel ist die Sängerstadt Finsterwalde. Und was noch wichtig ist: Mitglieder unseres Vereins, Lothar Müller, Wolf-Arne Müller und Dieter Babbe begleiten die gesamte Tour, damit die Teilnehmer sicher ihr Ziel erreichen und viele Erlebnisse aus dem Elbe-Elster-Kreis mit nach Hause nehmen. Sollte es eine schwere Panne geben und sich das Fahrrad nicht mehr reparieren lassen, oder ist ein Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, die Fahrt fortzusetzen, dann steht Thomas Nissen abrufbereit mit seinem Transporter, um zu helfen.  

 

Die Kreisverkehrswacht führt noch bei weiteren drei Radtouren Regie.  

 

„Holz und Wind durch die Steckdose“ heißt das Motto am 26. Mai. Von der Kröger Gesundheitspassage in Massen aus geht es zu den Holzplantagen und zum Blockheizkraftwerk sowie zu den Windmühlen im Amt.

 

Am 10. August startet unsere diesjährige Familienradtour, wo insbesondere Familien mit kleineren Kindern, die bereits in Begleitung von Erwachsenen alleine Fahrrad fahren können, eingeladen – und neugierig auf fremde Kulturen sind. Hier geht es nicht um ein hohes Tempo und viele Kilometer. Die Strecke von Nehesdorf bis nach Sorno ist für kurze Beine gut zu schaffen. Im Finsterwalder Ortsteil besuchen wir einen buddhistischen Tempel – ein früherer kleiner Bauernhof, der heute ein Nonnenkloster ist.  Freundliche Frauen werden uns empfangen – und auch mit den Kindern meditieren. Ein einzigartiges Erlebnis für die Steppkes, wie für Eltern und Großeltern. 

 

„Dahin, wo der Pfeffer wächst“ wollen wir am 7. September radeln. Von Finsterwalde aus geht es nach Zeischa, wo Roland Graeff von der dortigen Baumschule eine Pfefferplantage angelegt hat. Auch der Gaumen kommt nicht zu kurz – bei der Verkostung der leckeren (und gepfefferten) Wurstwaren von Fleischermeister Weiland aus Doberlug-Kirchhain, der seinen Pfeffer aus Zeischa bezieht.  

 

dbe 


„Rollator-Führerschein“ für Isolde Grosche  73-jährige Finsterwalderin ging vor der Wende in den Westen, ist Rückkehrer und will weiter auch per Bus ihre Heimat erkunden

Finsterwalde. Isolde Grosche ist das, was man einen Rückkehrer nennt. Als es noch eine Grenze zwischen der DDR und der BRD gab, hat sie im Jahre 1989 Finsterwalde verlassen – der Liebe wegen. Sie hatte über eine Zeitung einen Mann aus dem Westen kennengelernt. Seinetwegen zog sie ins Baden-württembergische. Seit dem 1. Mai vorigen Jahres lebt die heute alleinstehende 73-Jährige wieder in Finsterwalde. „Ich bin wieder in meiner Heimat angekommen“, sagt die Frau wie erleichtert, als sie dieser Tag zusammen mit anderen in den Seniorenbus stieg.

Die Kreisverkehrswacht Elbe-Elster und Verkehrsmanagement-Gesellschaft haben zum zweiten Mal gehbehinderte Menschen zu einer Busschule eingeladen, die auf einen Rollator angewiesen sind. Bei einer Sonderfahrt von der Haltestelle in der Rosa-Luxemburg-Straße vor dem altersgerechten Wohnblock über den Lausitz-Flugplatz bis zum Bahnhof und wieder zurück übten die Teilnehmer das richtige und sichere Ein- und Aussteigen und erfuhren unterwegs viel Interessantes: Wie erreicht man die Fahrplanauskunft? Wie ruft man die Rufbus? In welchem Takt fährt der Sängerstadt-Bus? Michael Noack vom Sanitätshaus Kröger nahm bei einem Halt alle Rollatoren in Augenschein. Er verwies darauf, dass die Griffe der Rollatoren oft zu hoch eingestellt seien. „Richtig ist, wenn die Griffe bis zum Handgelenk reichen“, erläuterte er und passte alle Rollatoren der Größe der Nutzer an. Es gibt hunderte verschiedene Rollatorentypen auf dem Markt, im Sanitätshaus Kröger werden Dutzende angeboten – „welcher der Richtige ist, muss jeder selbst ausprobieren“, sagte der Fachmann.

„Beim Einsteigen in den Bus den Rollator mit den Vorderrädern ankippen und am Ende rückwärts aussteigen“, erkärte Frank Eichhorn von der Verkehrsmanagement-Gesellschaft – vor allem das Aussteigen fiel einigen älteren Leuten anfangs noch schwer. „Deshalb üben wir es ja“, sagte Konrad Müller von der Kreisverkehrswacht, der diesmal insbesondere Bewohner der neuen Seniorenwohnstätte in der Saarlandstraße eingeladen hatte. Doch am Ende hieß es: Alle haben die „Prüfung“ bestanden. Jeder Teilnehmer bekam – unter Beifall - einen „Rollator-Führerschein“ überreicht, den Verkehrswächter Dr. Heiner Jacob, einer der derzeit drei Buftis bei der Kreisverkehrswacht, vorbereitet hatte.

Auch für Isolde Grosche war die Busschule ein Gewinn. „Ich bin noch viel unterwegs, will was sehen und erleben – das war ein lehrreicher Vormittag, der den Teilnehmern noch mehr Mut gemacht hat, trotz Gehbehinderung den Bus zu nutzen und so mobil zu sein“, lobte die alte Neu-Finsterwalderin – die zu DDR-Zeiten bis zu ihrer Ausreise in den Crinitzer Steinzeugwerken als Industriekaufmann und im Westen in der Altenpflege gearbeitet hat. Seit November vorigen Jahres hat sie in der neuen Senioren-Wohnanlage in der Saarlandstraße ein neues Zuhause gefunden. „Hier habe ich alles, was ich im Alter brauche. Ich bin sehr froh, dass ich hier wohnen kann“, freute sich Isolde Grosche. „Finsterwalde von vor der Wende und Finsterwalde heute – das ist nicht mehr zu vergleichen. Die Stadt hat sich völlig verändert, ich bin verliebt in meine schöne Stadt“, lobte Isolde Grosche – und schiebt aber gleich noch was nach: „Schade nur, dass so viele Geschäfte in der Innenstadt sterben.“

Die 73-Jährige fühlt sich noch rüstig, ihre Heimatstadt zu Fuß oder mit dem Bus – und mit ihrem Rollator zu erkunden. Frank Eichhorn hatte da noch gute Nachrichten nicht nur für Isolde Grosche: „Bis zum Jahre 2022 sollen alle Bushaltestellen behindertengerecht ausgebaut sein.“ Und: Das Nahverkehrsunternehmen arbeitet an der Einführung des so genannten PlusBus. Busse fahren dann im schnelleren Takt und auch an den Wochenenden.

Übrigens: Am Steuer der Busschule saß, wie bereits im vorigen Jahr, Michael Niepel. Der erfahrene Steuermann ist schon mit seinem Bus verwachsen – er arbeitet bereits seit 36 Jahren beim „Kraftverkehr“, wie seine Firma früher mal hieß. Und bei manch altem Finsterwalder immer noch heißt.

Dieter Babbe


Gold aus Potsdam für einen Herzberger
Verkehrswächter Eberhard Kühnberg in der Landeshauptstadt mit der höchsten Auszeichnung des Verbandes geehrt

Herzberg/Potsdam. Der Herzberger Eberhard Kühnberg, ein Verkehrswächter mit Leib und Seele, ist am Wochenende in Potsdam mit dem Ehrenzeichen in Gold geehrt worden – die höchste Auszeichnung, die die Landesverkehrswacht Brandenburg zu vergeben hat.

Für Kühnberg ist die Verkehrserziehung seit Jahrzehnten eine Herzensangelegenheit. Schon zu DDR-Zeiten, als der Diplom-Landwirt Technischer Leiter bei der LPG „Karl Marx“ in Kolochau war - mit 1500 Mitarbeitern und 7500 Hektar Fläche eine der größten Genossenschaften weit und breit – kümmerte er sich nicht nur um die Technik, obwohl da mehr als genug zu tun war. „120 Traktoren, 20 Lkw, 20 Krane, sechs Busse und 300 Anhänger mussten jährlich, manche zweimal im Jahr, durch die technische Kontrolle. Auch von der Tierproduktion kam die Technik zu uns“, erinnert sich Eberhard Kühnberg – der als Chef vom Verkehrssicherheitsaktiv der LPG auch dafür den Hut auf hatte: „Unsere Mitarbeiter in den Brigaden sind regelmäßig in der Verkehrserziehung geschult worden.“

Als dann die Wende kam wechselte der erfahrene Verkehrsexperte in die damalige Herzberger Kreisverwaltung, wo er Leiter des Straßenverkehrsamtes wurde. Als aus den Kreisen Finsterwalde, Bad Liebenwerda und Herzberg der Elbe-Elster-Kreis gebildet wurde, war Eberhard Kühnberg zunächst einer der Stellvertreter des Straßenverkehrsamtes und später Abteilungsleiter im neuen Ordnungsamt. „Jetzt war für mich klar: Wir brauchen in der Kreisstadt wieder eine organisierte Verkehrserziehung.“ Im März 1998 ist die Verkehrswacht Herzberg gegründet worden, die gegenwärtig 45 Mitglieder hat, Eberhard Kühnberg ist von Anfang an der Vorsitzende.

Bei etwa 100 Schulungen sind im vorigen Jahr mehr als 1300 Verkehrsteilnehmer im Altkreis und darüber hinaus erreicht worden. „Dadurch, dass die Elster-Werkstätten bei uns vor Ort sind, legen wir besonderen Wert darauf, dass behinderte Menschen gut auf richtiges Verhalten im Straßenverkehr vorbereitet werden – 30 Veranstaltungen mit etwa 450 Teilnehmern gab es 2018“, betont der Vorsitzende. Auch bei der Schulung von Radfahrern engagieren sich die Vereinsmitglieder. Außerdem: 250 Fahrräder sind im vorigen Jahr codiert worden. Die Sicherheitstrainings für Pkw-, Motorrad- und Fahrer von Kleintransportern – zehn bis 15 finden jährlich statt – standen eine Zeit lang auf der Kippe. Eine benachbarte Firma wollte sich erweitern und brauchte dazu einen Teil der Fläche von unserem Verkehrsgarten. „Doch das ist erst mal abgewendet. Von der Stadt haben wir jetzt die Zusage, dass wir den Platz zunächst für weitere zehn Jahre nutzen können“, ist Eberhard Kühnberg froh. Die Firma werde sich an anderen Standorten erweitern.

Der heute 76-Jährige, der den Verein von seinem häuslichen Büro aus leitet, „wo ich telefonisch jederzeit erreichbar bin. Wenn ich im Garten bin, nehme ich das Telefon mit“, spielt schon länger mit dem Gedanken, im Ehrenamt etwas kürzer zu treten und den Vorsitz in jüngere Hände zu geben. „Ich möchte aber den oder die Neue noch richtig einarbeiten“, betont Eberhard Kühnberg. Sein Problem: „Es hat sich bisher noch niemand gefunden!“ 

Dieter Babbe


 

 

Potsdam würdigt: "Sorgt wie kein anderer zuvor für einen guten Ruf der Verkehrswacht." Die Rede ist von Rainer Genilke, dem Landespräsidenten

 

Finsterwalder bei der Jahreshauptversammlung in Potsdam mit der Ehrennadel in Silber geehrt

 

 

 

Potsdam/Finsterwalde. Er hat wie kein anderer zuvor die Außenwirkung der Landesverkehrswacht Brandenburg und auch der Deutschen Verkehrswacht positiv beeinflusst. Er hat wie kein Vorgänger Kontakte zu den Ministerien der Landesregierung geknüpft. Er hat der Arbeit der Landesverkehrswacht in nicht mal fünf Jahren deutliche Impulse verliehen. Die Rede war von Rainer Genilke – der Finsterwalder, Mitglied der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster, ist im November 2014 zum Präsidenten der Landesverkehrswacht Brandenburg gewählt worden.   Die Lobesworte kamen von Rudolf Frotscher - der Vizepräsident der Landesverkehrswacht verlieh Rainer Genilke bei der Jahreshauptversammlung in Potsdam die Ehrennadel der Landesverkehrswacht in Silber. Ebenfalls mit Silber ist Irina Günther, bereits seit 14 Jahren Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Brandenburg, geehrt worden. dbe Foto: Dieter Babbe

 


 

2018: Alle drei Tage ein Toter auf den Straßen

 

Präsident der Landesverkehrswacht Rainer Genilke würdigt in Senftenberg ehrenamtliche Arbeit der Kreisverkehrswacht OSL/Nachbarn aus dem Elbe-Elster-Kreis zu Gast bei der Jahreshautpversammlung 

Senftenberg.  Kompliment an die Nachbarn! Das sagen Dieter Babbe und Wolf-Arne Müller, der Vorsitzende und der Stellvertreter sowie Geschäftsführer unseres Vereins, den Verkehrswächtern im OSL-Kreis. Beide waren zur Jahreshauptversammlung nach Senftenberg eingeladen, wo sie regelmäßig zu Gast sind. Seit vielen Jahren wird die dortige Kreisverkehrswacht von Hans-Joachim Dupski geleitet, der in seinem Bericht von den vielfältigen Aktivitäten berichtet hat. So haben die sieben Moderatoren – so viele gibt es bei keiner anderen Verkehrswacht in Brandenburg – im vorigen Jahr bei 162 Veranstaltungen immerhin 2600 Teilnehmer erreicht.  Neben den Aufgaben zur Verkehrserziehung steht ein anderer Brocken vor den Verkehrswächtern: Das Dach vom vereinseigenen Gebäude in der Felix-Spiro-Straße ist marode. Eine Neueindeckung kostet bis zu 40000 Euro.

 

Nicht um Geld, sondern um Menschenleben ging es Rainer Genilke, dem aus Finsterwalde stammenden Präsidenten der Landesverkehrswacht. In seiner kurzen Wortmeldung kam er auf die an dem Tag veröffentlichte Unfallstatistik 2018 zu sprechen: In Brandenburg gab es alle sechs Minuten einen Verkehrsunfall. Alle 45 Minuten wird ein Mensch verletzt und alle drei Tage ist ein Unfalltoter zu beklagen. 143 Verkehrstote gab es im vorigen Jahr, darunter sogar ein Kind. „Der Mensch ist so wie er ist, mit all seinen Fehlern und Schwächen, er fährt für einen Moment unaufmerksam, achtet nicht immer auf Regeln, fährt mitunter unter Alkohol oder Drogen“, sagte Rainer Genilke – und kommt zu dem Schluss: „Die ehrenamtliche Arbeit der Verkehrswachten hat an Bedeutung nicht eingebüßt – im Gegenteil.“ Jeder Verletzte oder gar Tote auf den Straßen ist einer zu viel.  Hans-Joachim Dupski und seine Truppe will sich dieser Aufgabe weiter stellen.  Auch die Kreisverkehrswacht OSL ist auf der Suche nach weiteren Mitstreitern. –db-